Berichte von Veranstaltungen

09.11.2015

Bankgespräche richtig führen

,,Auf den Briefbogen jeden Unternehmens gehört mehr als nur eine Hausbank, denn durch Fusionen kann sich die strategische Ausrichtung eines Kreditinstituts sehr schnell ändern"- mit diesen Worten hatte Heinz Weber, 1. Vorsitzender der Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-Cuxland e.V. die anwesenden Teilnehmer in die Volksbankzentrale nach Beverstedt eingeladen.

Frank Koschuth, Vorstandsassistent der Volksbank, begrüßte die Führungskräfte des Handwerks und wies genau darauf hin, dass ein offener Dialog heute unerlässlich sei Volksbank und Verein wollen künftig stärker prüfen, wo gemeinsame Schnittstellen liegen und die Unternehmen vor Ort dabei unterstützen.

Koschuth hatte die Leiterin der Kreditabteilung Frau Marion Oehmsen und ihren Stellvertreter Rene Balzer mitgebracht.

Wie bereite ich mich auf ein Bankgespräch vor, wie führe ich das Gespräch, welche Informationen benötigt die Bank von meinem Unternehmen, welche Unterlagen werden benötigt und was muss ich bei Expansion unternehmen, waren die Leitfragen, die Herr Balzer beantwortete.

Dabei ging er insbesondere auf das hausinterne Rating ein und zeigte transparent die Einflussfaktoren, die der Unternehmer durch sein aktives Handeln und offenen Dialog mit der Bank selbst positiv beeinflussen kann.

Die Veranstaltung wurde durch Hinweise auf Förderprogramme abgerundet und in der anschließenden Diskussionsrunde konnten alle offene Fragen geklärt werden.

 

 


18.09.2014

Verein besucht die Elbe-Weser-Werkstätten gGmbH in Bremerhaven

Bereits Anfang der siebziger Jahre diskutierten insbesondere der damalige Chefarzt und Landesarzt für Behinderte Dr. Walter Mülich mit Freunden innerhalb des Lions-Clubs Bremerhaven das Problem der beruflichen Integration und die dringend notwendige Schaffung entsprechender geeigneter Arbeitsplätze für Menschen mit Behinderung. Zusammen mit Hans-Günter Kuhlmann, Günther Fuchs und Dr. Hans Wolf betrieben sie intensiv die Gründung des „Vereins zur Förderung einer Werkstatt für mehrfach Behinderte“ e. V. Im Jahre 1972 wurde der Verein ins Leben gerufen. Er hatte sich insbesondere zum Ziel gesetzt, in der Seestadt Bremerhaven eine Lücke bei der Schaffung von Arbeitsgelegenheiten für behinderte Menschen zu schließen.

Die erste behelfsmäßige Werkstatt des damaligen Vereins wurde am 1. Oktober 1974 am Lipperkamp in Bremerhaven eröffnet. Zwölf behinderte Menschen bekamen hier zunächst in einer Fahrradwerkstatt erstmals einen eigenen Arbeitsplatz. Das war zugleich die eigentliche Geburtsstunde der heutigen Elbe-Weser Werkstätten.

 

Am 18.09. öffneten die Elbe-Weser-Werkstätten gGmbH in Bremerhaven nun einer ca. 20 köpfigen Gruppe unserer Vereinsmitglieder Ihre Pforten. Neben dem Geschäftsführer, Herrn Reppich, der die Gruppe persönlich begrüßte, sehr anschaulich und engagiert die Struktur des Hauses erläuterte und sich auch der Diskussion über das Unternehmen als Marktteilnehmer in Handwerksdienstleistungen offen stellte, lieferten kompetente Fachbereichs-Mitarbeiter viele Informationen zu Ihrer Arbeit. Nach Besichtigung einer Produktionswerkstatt wurde von Herrn Hillje seine Tätigkeit im Bereich des Integrations-Fachdienstes sehr anschaulich erläutert. Diese gelungene Veranstaltung hat natürlich auch allen Beteiligten wieder viel Gelegenheit zu ausgiebigem Netzwerken gegeben.

Weit über tausend Menschen mit ganz unterschiedlichen Bedarfen greifen auf vielfältige Bildungs-, Beschäftigungs- und Betreuungsangebote zurück, die konsequent barrierefrei zur Verfügung gestellt werden. Mit etwa 300 hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören die Elbe-Weser Werkstätten heute nicht nur zu einem der größten Anbieter sozialer Dienstleistungen sondern auch zu einem der größten Arbeitgeber in Bremerhaven.

 


01.03.2014

„Zurück zum goldenen Handwerk“

Veränderung beginnt im Kopf – Betriebswirte treffen sich zum Workshop „Zurück zum goldenen Handwerk“

„Handwerk hat goldenen Boden, sprach der Weber, da schien ihm die Sonne in den leeren Brotbeutel.“ Eigentlich war dieser Spruch sarkastisch auf die Armut vieler kleiner Handwerksmeister, insbesondere der Weber, gemünzt. Deren Armut war im neunzehnten Jahrhundert mit der aufkommenden Industrialisierung wahrhaft sprichwörtlich geworden und hatte zu den Weberaufständen geführt, so Wikipedia.

Heute wird der Begriff anders genutzt und meint „Handwerk hat Hand und Fuß“ und steht für Qualität und Bodenständigkeit, die Erklärung wird vielfach auch in dem Sinne verstanden, das Handwerker ihr „ Auskommen“ haben und das es zukunftsfähig ist.

Nun nahmen sich die Betriebswirte des Handwerks Bremerhaven-Cuxland e.V. in einem Workshop an einem Samstag und damit losgelöst vom Tagesgeschäft die Zeit, sich mit dem eigenen Unternehmen und dessen Positionierung zu beschäftigen.

„Ohne Alleinstellungsmerkmale ist alles nichts“ meint der Referent Heiko Kleinhanns von BKM Medien, der den Teilnehmern verdeutlichte, dass Werbebegriffe wie „Qualität, Zuverlässigkeit, Erfahrung und Know-How“ Punkte sind, die der Kunde ohnehin von einem Unternehmen erwartet. Die Teilnehmer wurden aufgefordert, ein klares Profil und eine Nutzenkommunikation zu erarbeiten.

Dabei gab Heiko Kleinhanns den Teilnehmern keine Identität oder bunte Ideen vor, sondern ermutigte sie dazu, etwas Neues anzustoßen – ganz im Sinne eines Entwicklungshelfers. Denn das eigene Marketing sollte nicht nur für den Moment gestaltet sein, sondern auch für die Zukunft des Unternehmens. „Wir benötigen im Handwerk das richtige Selbstverständnis, nicht die falsche Werbung.“, sagte er. Durch die Ausarbeitung von Alleinstellungs- und Differenzierungsmerkmalen konnten einerseits die Wettbewerbsvorteile sichtbar gemacht werden.

Im Fazit des Workshops waren viele Teilnehmer motiviert, künftig mehr Emotionen ins Spiel zu bringen und die eigene Marke stärker heraus zu arbeiten. Die Zukunft kann nicht bewältigt werden, indem man nur versucht das Alte durchzuziehen.

Zu der Veranstaltungsreihe wird es im Herbst eine weitere Veranstaltung zum Thema Dokumentenmanagement in Kleinbetrieben geben.

 

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