Geringverdiener und Niedriglohnbezieher fördern

31.03.2019

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Mit dem seit einem Jahr geltenden Betriebsrentenstärkungsgesetz (BRSG) hat der Gesetzgeber ermöglicht, dass Arbeitgeber an alle Arbeitnehmer mit einem Bruttoeinkommen unter 2.200 € jährlich 240,-- bis 480,-- € (also monatlich zwischen 20,-- und 40,-- €) als betriebliche Altersversorgung aufwenden dürfen und dies wird mit 30 % gefördert.

Der Förderbetrag gilt für ab 2018 neu gezahlte Arbeitgeberbeiträge. Die Förderung von 30% des Beitrags kann über die Lohnsteuerverrechnung direkt einbehalten werden bzw. wird vom Finanzamt zurückerstattet.

Handwerker binden damit Mitarbeiter an ihr Unternehmen und zwar ohne eine direkte Gehaltserhöhung geben zu müssen. Wenn dann der Arbeitnehmer noch 50 € darüber hinaus monatlich umwandelt, dann werden seit 1.1.2019 gesetzlich vorgeschrieben die 15 % Sozialversicherungsabgabenersparnis des Arbeitgebers zusätzlich an den Arbeitnehmer über die bAV weitergegeben. Der Nettoaufwand des Arbeitnehmers betrifft somit circa nur 25 € und das, obwohl 90 € in den Vertrag fließen.

Damit ist die Betriebsrente ein weiteres wichtiges Standbein neben der späteren gesetzlichen Altersrente -also eine riesen Chance, den Mehrwert des eigenen Unternehmens über die Betriebsrente darzustellen. Mitarbeiterbindung staatlich unterstützt!

Ein Berechnungsbeispiel ergibt sich aus dem Schaubild (Quelle: Condor Hamburg)

 


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