Positionen

Das Fuldaer Programm

Mit dem Fuldaer Programm haben sich die organisierten Betriebswirte des Handwerks eine nachhaltig gültige Leitlinie für die Positionierung ihrer Vereinsinteressen gegeben. Das Fuldaer Programm ist ein umfangreiches Positionspapier zu den Politikbereichen Wirtschaft, Bildung, Soziales, Steuern, Europa, Neue Medien und Organisationsreform. Hier einige wesentliche Auszüge aus diesem Grundsatzpapier:

  • Die Weiterbildung ist ein Aufbau auf die bestehenden Grundelemente des Ausbildungs- und Bildungssystems. Sie kann nur an das anknüpfen, was die vorausgegangenen Bildungssysteme geleistet haben oder sie muss reparieren, was dort versäumt wurde.
  • In der Schulausbildung muss ein Bewusstsein für die Notwendigkeit eines lebenslangen Lernens vermittelt werden.
  • Wir begrüßen und unterstützen uneingeschränkt den europäischen Integrationsprozess. Ein vereintes Europa garantiert nicht nur einen dauerhaften Nährboden für eine allgemeine Regions- und Völkerverständigung, Europa ist auch Garant für internationales Denken und Handeln.
  • Das derzeitige Steuersystem ist viel zu kompliziert und vor allem ungerecht. Es bietet eine unübersichtliche Fülle von Schlupflöchern, die nur Kundige zu nutzen wissen.
  • Eine drastische Senkung der Abgabenlast für Arbeitnehmer und Betriebe ist dringend erforderlich.
  • Das im System verankerte Solidaritätsprinzip ist zu überprüfen: Was kann der Einzelne selbst tragen, wo ist er auf die Hilfe der Solidargemeinschaft angewiesen?
  • Der Staat muss sich auf seine Kernaufgaben zurückziehen.
  • Die Wirtschaft ist vom weit überzogenen Bürokratismus, von der Regelungs- und Ordnungswut des Staates, besonders betroffen. Das Handwerk ist gegenüber der übrigen Wirtschaft überproportional betroffen.
  • Das Handwerk hat seine volkswirtschaftliche Bedeutung als stabiler und dynamischer Wirtschaftsbereich mit seiner hohen Ausbildungs- und Beschäftigungsbereitschaft immer wieder unter Beweis gestellt.
  • Wir fordern vom Staat, der beruflichen Bildung einen hohen Stellenwert zuzuordnen, sie ist eine gesamtgesellschaftliche Aufgabe. Wir fordern die Gleichwertigkeit der schulischen und beruflichen Bildung.
  • Wir sind für die Förderung von Leistungseliten in der beruflichen Aus- und Weiterbildung. Damit können wir u.a. auch die Innovationsfähigkeit und wirtschaftliche Positionen sichern.
  • Das Handwerk und seine Meister stehen für Leistungsbereitschaft, Modernität und Innovation. An der handwerklichen Meisterprüfung, an dem Großen Befähigungsnachweis, muss auch in einem vereinten Europa dauerhaft festgehalten werden.
  • Handwerksorganisation und -betriebe müssen im Netz der Netze auch das eigene Netzwerk für Kontakte und Kommunikation enger knüpfen. Mit Angebotsorientierung und -nachfrage können vielfältigste Marktchancen genutzt werden.
  • Wir brauchen keine Existenzgründer, wir brauchen Unternehmer. Deutschland braucht eine große Anzahl gut ausgebildeter junger Menschen die bereit sind, unternehmerisches Risiko einzugehen.
  • Zukunftsorientiertes Wirtschaften, Ideen und innovative unternehmerische Konzepte benötigen echtes Risikokapital, das Staat und Gesellschaft mit neu zu findenden Maßstäben zur Verfügung stellen müssen.

 

 

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